Tipps für die perfekte erste Mail

Montag, 10. Januar 2011 von Sabrina

Wie sollte sie sein, die perfekte erste Mail?  Worauf es beim ersten Online-Wortwechsel ankommt, erfahren Sie hier.  “Der erste Eindruck ist genauso unverwischbar wie Fußspuren auf einer Schneefläche”, sagt Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner. Eine zweite Chance? Gibt’s nicht. Deshalb ist der erste Kontakt gar nicht so leicht. Und dann kommt noch eine Portion Unsicherheit hinzu. Schließlich gehe ich auf jemanden zu und zeige Interesse, offenbare also einen Teil von mir und … riskiere einen Korb. Das Gute: Der tut in der Online-Welt weniger weh als im echten Leben. Tipp der ElitePartner Expertin: “Fallen Sie bei einer Absage bloß nicht in Selbstzweifel! Das gehört leider dazu, beim nächsten Mal klappts dafür.“ Also, los geht’s!



Schreiben Sie keine Romane

Was finden Sie am Profil des anderen interessant? Überlegen Sie kurz und schreiben Sie es ihm. Vielleicht gibt es gemeinsame Interessen? “Wenn sich jemand mit meinem Profil beschäftigt hat, signalisiert das echtes Interesse”, so Fischbach. Und das erhöht die Chance auf schnelle Antwort.

Geben Sie ein paar Dinge von sich preis, schließlich wollen Sie Ihr Gegenüber neugierig machen und sein Interesse wecken. Sie müssen hier allerdings noch nicht zu sehr ins Detail gehen, halten Sie sich lieber kurz und – ganz wichtig – stellen Sie dem anderen Fragen! So hat er oder sie gleich einen Aufhänger für die Antwortmail.

Humor ist gut und jeder behauptet, dass er welchen habe. Doch in einer ersten Mail ist er gefährlich – denn zwischen den Zeilen sind witzige Bemerkungen, besonders ironische oder sarkastische, schwer zu deuten und können zu Missverständnissen führen.


Du oder Sie?

Ob förmliches Sie oder vertrautes Du – das liegt ganz in Ihrem Geschmack: “Schreiben Sie, wie es Ihnen entspricht”, rät der Single-Coach von ElitePartner.de. “Verstellen Sie sich nicht und vermitteln Sie kein falsches Bild. Das wäre keine gute Ausgangsbasis.” In der Ansprache sollten Sie Extreme vermeiden: Hi Süße lieber nicht, lieber ein neutrales Hallo Mr. Unbekannt.


Foto: Das bin ich

Ob und wann Sie ein Foto frei schalten, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Manchmal kann es spannend sein, wenn Sie mit dem Austausch eine Weile warten. Andererseits: Wenn Sie zu lange warten, können übersteigerte Erwartungen entstehen, denen das tatsächliche Foto vielleicht nicht mehr entsprechen kann.

In jedem Fall wird das Kennenlernen durch Fotos beschleunigt. Bei Gefallen geht der Kontakt weiter. Genauso gut kann es passieren, dass sich die Sache damit erledigt hat. Lisa Fischbach rät deshalb beim online Flirten zum frühzeitigem Bildertausch: “So vermeiden Sie, dass Sie allzu viele Gefühle investieren und enttäuscht sind, wenn der Kontakt schlimmstenfalls nach dem Austausch der Fotos abbricht.”


Nette Absagen

Messen Sie der ersten Mail nicht zu große Bedeutung bei. Bestenfalls folgen ihr noch viele weitere, bis es zum Treffen kommt. Vorsicht vor analytischen Deutungen und Interpretationen des Geschriebenen. Lesen Sie nur das, was dort tatsächlich steht. Lesen zwischen den Zeilen führt oft zu Fehldeutungen. “Verlassen Sie sich auf Ihr allererstes Gefühl”, rät die Psychologin. “Empfinden Sie den Ton warm und sympathisch oder hat er etwas Irritierendes? Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, die Dinge schön zu deuten. Damit laufen Sie Gefahr, enttäuscht zu werden.”

Wenn jemand so gar nicht Ihren Wünschen entspricht und Sie das schon in der ersten Mail merken, sollten Sie das thematisieren. “Aber überdenken Sie unbedingt noch mal Ihren Anforderungskatalog”, sagt Lisa Fischbach von ElitePartner.de. “Zu welchen Kompromissen sind Sie vielleicht bereit? Manchmal lohnt es sich, Neues auszuprobieren.” Schreiben Sie in jedem Fall eine Absage, wenn Sie eine Mail nicht anspricht. Seien Sie dabei ehrlich, aber stoßen Sie nicht vor den Kopf. Bedanken Sie sich für sein Interesse und begründen Sie kurz, warum Sie keinen Kontakt wünschen. Nichts ist schlimmer als ignoriert zu werden – und eine kurze Absage kostet nicht viel Zeit und Mühe.